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Aktion Fischotterschutz e.V
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Natur und Kunst - Naturphänomene nachempfinden durch das Anfertigen von Strömungsbildern
Jeder naturnahe Bach ist ein gutes Untersuchungs- und Beobachtungsobjekt für das Anfertigen von Strömungsbildern. Durch die vielen Wasserpflanzen, die auf der Bachsohle wachsen oder sich vom Ufer in das Bachbett "hineinschieben" wird das Bachwasser in eine bestimmte Richtung gelenkt. Es entstehen ganz typische Strömungsmuster. Dies führt dazu, dass sich schnell durchflossene Bereiche mit langsam durchflossenen Abschnitten abwechseln. Wie die verschiedenen Untersuchungen der BachpatInnen zeigten, kommen in den Lebensräumen mit verschiedenartiger Strömung ganz unterschiedliche Tiere vor. Die Käfer und Wasserasseln leben bevorzugt in Buchten mit wenig Strömung oder in Pflanzenpolstern, die auch nicht so schnell durchflossen werden. Die Eintagsfliegenlarven und Flohkrebse kommen häufig in Lebensräumen vor, in denen die Strömung etwas schneller ist.

Nur wenn in einem Bach sehr unterschiedlich stark durchströmte Lebensräume vorkommen, kann sich eine vielfältige Kleintier- und Fischlebensgemeinschaft entwickeln. In Lebensräumen, die eine reichhaltige Fischfauna aufweisen, wird sich der Fischotter, der sich zur Hälfte von Fischen ernährt, bevorzugt aufhalten und dauerhaft leben.

Nach einer gewissen Zeit der Beobachtung der unterschiedlichen Strömungsmuster waren die Kinder schon sehr gespannt darauf, die Kleintiere der Bachsohle zu keschern und zu untersuchen. Alle waren sehr überrascht, eine so vielfältige Kleintierlebensgemeinschaft in einem so kleinen Bach anzutreffen.

Die Tiere wurden vorsichtig entnommen und in Fotoschalen gesetzt, in denen sie gut beobachtet werden konnten. Der Wissensdurst der kleinen ForschererInnen war kaum zu stillen.

Frisst der große Flohkrebs den Kleinen auf? Nein, der größere ist ein Männchen und der kleinere ein Weibchen. Sie schwimmen ungefähr 7 Tage lang zusammen. Das Männchen befruchtet in dieser Zeit die 50 - 150 Eier, die das Weibchen in einer Bruthöhle ablegt.

Was ist das, was die Kleinlibellenlarve gerade mit ihrer Fangmaske erbeutet hat und auffrisst?
Libellenlarven sind Räuber, sie ernähren sich von anderen Kleintieren, wie z.B. Eintagsfliegenlarven.

Saugt der Hundeegel Blut?
Nein, der Hundeegel ernährt sich von anderen Kleintieren wie Flohkrebsen, Eintagsfliegen- und Schlammfliegenlarven. Er kann sehr gut und schnell schwimmen. Echte Blutegel sind viel größer (bis zu 10 cm lang) und kommen nur in Teichen vor.

Unter einem Vergrößerungsgerät, dem Binokular, konnten anschließend noch winzige Details der Kleintiere genauer "unter die Lupe genommen" werden. Besonders lange wurden die Kiemen der Eintagsfliegenlarven studiert, die sich im Wasser bewegten und mit denen die Tiere atmeten.

Allerdings war es nicht so einfach, Flohkrebs, Schlammschwimmer und Co. zu beobachten, da sie sich nicht gerne im Licht aufhielten. Der Schlammschwimmer lebt in ruhigen, schlammigen Bereichen von Bächen und Teichen, kann aber auch gut fliegen. Er ernährt sich räuberisch von anderen Wasserinsekten.

Mehr Erfolg versprachen da schon die "erbeuteten" Tellerschnecken und die Wasserasseln. Wasserasseln gehören zu den Krebstieren und leben bevorzugt unter Steinen und zwischen dichten Pflanzenbeständen. Aber sie können nicht sehr schnell laufen.

Als ein Beispiel für die gelungene Verbindung von Natur und Kunst im Rahmen von Bachpatenschaften des "Blauen Netzes" und anderen pädagogischen Aktivitäten bietet sich das Anfertigen von Strömungsbilder an. Sie können relativ einfach auch von kleineren Kindern (ab 5 Jahre) "gemalt" werden. Marmorierfarbe wird in eine Schale mit Wasser getropft. Das kann eine Farbe sein, das können aber auch mehrere Farben gleichzeitig sein. Wenn sich die Farben auf der Wasseroberfläche verteilt haben, können mit einem Zahnstocher Muster in die Farbe gezogen werden. Durch das vorsichtige und geschickte Verrühren der Farben entstehen die gewollten Strömungsmuster.

Blaue Farbe kann in die gelbe Farbe "Hineingezogen" werden. In einem Tropfen grüner Farbe entsteht durch hineintropfen der rosa Farbe und anschließendes Verrühren ein gefährlicher Wasserstrudel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Danach wird schnell ein saugfähiges (dickes) Papier auf die Wasseroberfläche mit der Farbe gelegt und leicht angedrückt. Am besten funktioniert es, wenn man das Blatt Papier in der Mitte der Schale aufsetzt und zu den beiden Rändern auf das Wasser gleiten lässt. Luftblasen werden so herausgedrückt.

Anschließend kann das Blatt noch ein wenig auf das Wasser gedrückt werden. Es sollte sich schnell voll saugen und kann auch vorsichtig unter Wasser gedrückt werden. Danach sollte es behutsam herausgezogen und an einer Wäscheleine getrocknet werden. Fertig ist das "Strömungsbild". Hier sind ein paar Beispiele:
Anschließendes Bügeln (nicht zu heiß!) macht aus dem zerknickten Papier ein schönes, glattes Kunstwerk.
Letzte Datei-Änderung: 27.03.2014 19:31
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